Digitale Trends: Big Data – WikiLeaks der Werber?




Dabei ist das zunächst mal ganz einfach: Big Data bezeichnet per se nichts weiter als das Sammeln und Analysieren (rasant weiter wachsender) großer Datenbestände.

Der Hund liegt im Detail bzw. an der unglaublichen Fülle an Daten, die wir heute durch neue Tools (Smartphones, etc.), durch neue Kommunikationskanäle (Social Media, etc.) und dementsprechend verändertes Userverhalten generieren.

Aber wie damit umgehen? Schon baut der strebsame Marketer in seinem Unternehmen die neue Big Data-Abteilung auf. Er sammelt und analysiert Social Media-Daten abseits getürkter AdImpressions und haltloser TKPs schneller als die Kollegen „Mafo“ sagen können. Mit etwas Glück denkt und handelt er dabei wie ein Startup-Unternehmen (auch ein 2013er-Trend übrigens) und verdient damit vielleicht eine Weile ganz gut – denkt aber letztlich zu kurz.

Denn der eigentliche Trend bei Big Data heißt „Data-Myning“ oder anders gesagt: Gib dem Einzelnen etwas zurück. Daten sind eine Ressource, die wir alle täglich durch unser (Konsum-)Verhalten generieren. Der Konsument weiß das und 2013 wird er seinen Teil dieses Ressourcenwerts wieder zurückfordern.

Unternehmen, die Konsumentendaten nutzen ohne dem User einen echten Vorteil oder Service daraus zu bieten, werden über kurz oder lang ohne solide Kundenbasis dastehen. Konsumenten werden sich an Unternehmen wenden, die diese Daten proaktiv dazu nutzen, ihnen den Alltag zu erleichtern (etwa hier), wirklich Geld zu sparen oder ähnliches (vielleicht so). Dabei ist der Grat zu Pseudo-Angeboten oder aggressiven, ungefragten Services sehr schmal. Wer sich über die Maßen kontrolliert oder überwacht fühlt, ist heutzutage ganz schnell woanders Kunde.

Also: Kampagnen generieren idealer Weise gleichzeitig neue Daten, die wiederum als Produkt/Servicenutzen dem Kunden zugänglich gemacht werden. Nachvollziehbare Insights nicht nur fürs Unternehmen sondern für den Einzelnen ist dabei das entscheidende Verkaufsargument. Zur „Lovebrand“ wird so ganz nebenbei, wer Big Data für den „kleinen Mann“ gewinnbringend aufbereitet . Und nicht vergessen: Big Data lebt nicht davon, proprietär genutzt zu werden. Sondern sich ständig zu verändern, sich neu zu vernetzten und wieder verwertet zu werden – lassen Sie es ruhig zu und „leaken“ Sie ihre Daten ganz einfach ...

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