Digitale Trends: Snapchat und Co




Einmal ist die App zu wirklich nichts anderem gut, als auf allerschnellstem Wege einen kurzen Moment festzuhalten und mit wem auch immer zu teilen. Die Flüchtigkeit des Inhalts macht’s aber erst: Dass genau dieser Moment eben auch wirklich nur einen Moment lang exisitiert, ist genau der Benefit, den Herr Zuckerberg zuerst gar nicht wahr haben wollte (der hat aber mit der „Poke“ App zumindest halbherzig nachgezogen).

Snapchat steht für mindestens einen wichtigen Trend: 2013 gibt es keinen Moment und keine Tätigkeit, aus der man nicht mit mobiler Unterstützung noch mehr Spaß (oder Content, Connection, Konsum, etc.) herausholen könnte. So entstehen Mobile Moments– mit Services, Erlebnissen und Produkten, die den Smartphone verwöhnten Konsumenten darin unterstützen, einen sogenannten Hypertasking Lifestyle zu führen.

Einige aktuelle Studien zeigen klar, wohin die Reise geht: Laut einer US-Studie lassen 63 Prozent der Frauen und 73 Prozent der Männer weniger als eine Stunde verstreichen, ohne auf ihr Handy zu schauen. Handynutzer zwischen 18 und 24 Jahren verschicken an einem normalen Tag im Durchschnitt 109,5 Nachrichten. Das sind 3.200 im Monat.

Zwar verbringen User fast eine Stunde täglich mit ihren Mobilgeräten, nützen aber Apps im Schnitt bei jeder wiederholten Verwendung lediglich ein wenig länger als eine Minute.

Die Dienste und Apps, die auf diesen Zug aufspringen und Sekunden verewigen, Momente ausfüllen oder einfach Mehrwert on-the-go bringen, schießen zur Zeit wie Pilze aus dem Boden. Mit We-Chat unterhalten wir uns beispielsweise quer über alle Social-Plattformen und werfen in einem ruhigen Moment einfach mal eine “Flaschenpost“ ins Meer der Kommunikation. In den USA boomt der QR-Surface-Verkauf – via QR-Code-Shop macht man schnell noch ein paar Einkäufe, während man auf den Bus wartet. Mit Pogoseat holt man sich während einer Sportveranstaltung ein Upgrade für einen Sitzplatz und in Klagenfurt gibt’s jetzt so etwas wie eine Stadtbibliothek dank über die Stadt verteilten QR-Codes.

Lassen Sie sich einfach inspirieren, mir jedenfalls kommt da gerade eine Idee, wie ich meiner Zielgruppe ein paar Lifestyle-maximierende Momente verschaffe ...

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