Heute: Kleine Cannes-Vorschau




Es ist wieder soweit – Cannes steht vor der Tür. Am 22. Juni werden die stolzen Gewinner des weltgrößten Werbefestivals mit goldenen und anderen edelmetallenen Löwen ausgezeichnet. Dieses Jahr wurden knapp 60.000 Arbeiten in 16 Haupt- und unzähligen Unterkategorien eingereicht. Als einziger österreichischer Juror in der Kategorie „Cyber“  werde ich ca. 600 Arbeiten in einer Woche zu beurteilen haben.

Anlass genug, um an dieser Stelle ein paar Arbeiten der letzten Zeit vorzustellen, die ich gerne mag. Mal sehen, ob ich einige davon bei den Einreichungen wieder finde oder manche sogar eine Chance auf eine Shortlist-Platzierung oder Preise haben.

 

Schon mehrfach erwähnt, aber immer noch herzerfrischend – vor allem für die Zauderer in den Marketingabteilungen: Dumb ways to die“ – so muss integrierte Kampagne trotz (oder gerade wegen) des heiklen Themas.
Der Beweis, dass man den Kanal Youtube nicht ausschließlich mit Pseudo-Fakes von selbstgemachten Katzenvideos  zumüllen muss, um in Kontakt mit der „Community“ zu kommen, wird hier erbracht: die französische Dumas-Familie. Sauber produzierte 2-Minuten Videos, die das Genre „Slice of Life“ gänzlich unpeinlich und hochsympathisch umsetzen. Da wurde trotz „Billig-Medium YouTube“ Geld in die Hand genommen – ich finde, es hat sich absolut gelohnt.

 

Heuer wird – gerade bei digital Media – ein starkes Jahr für NGO-Kampagnen, hier zwei sehr unterschiedliche Varianten: Einmal eine sehr gute Idee mit den richtigen Mitteln umgesetzt: Troy Davis is alive.

Und hier die nicht mehr ganz neue Idee „Lass mich an dein Facebook-Profil und ich zeige dir dein neues/anderes Selbst“ mal wirklich sinnvoll und beeindruckend verarbeitet.

 

Zu guter Letzt eine meiner Lieblingswebsites: Ein perfektes Exempel dafür, wie auch die profanste und selbstverständlichste Online-Technologie witzig und wirklich involvierend genutzt werden kann, wenn die Idee dahinter perfekt zum Produkt passt und in die Brand einzahlt.

 

Ach ja, und eine kleine Korrektur möchte ich noch anbringen: An anderer Stelle habe ich gesagt, mir fiele keine Cannes-würdige österreichische Arbeit ein. Stimmt nicht, mir ist eine eingefallen – ein Onlinevideo , das den Kanal genau richtig nützt und tatsächlich einiges an viraler Kraft entwickelt hat. Das Video würde ich wenigstens auf der Shortlist sehen wollen, sofern es eingereicht wurde ...

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